großes Regal mit Schränken, Tischen, Kommoden und einer Standuhr
© SKD

Schaudepot Deutsche Werkstätten

Die Deutschen Werkstätten haben mit dem von Richard Riemerschmid entworfenen "Dresdner Hausgerät", der ersten sogenannten Maschinen-Möbel-Serie, 1906 internationale Möbelgeschichte geschrieben. In ihrem klaren und ornamentlosen Design gibt das "Dresdner Hausgerät" die maschinengestützte serielle Fertigung deutlich ablesbar zu erkennen und prägte damit eine neue minimalistische Ästhetik im Möbelbau.

  • Öffnungszeiten täglich 10—18 Uhr, Montag geschlossen
    01.10.2018, 10—18 Uhr  (Sonderöffnung)
    29.10.2018, 10—18 Uhr  (Sonderöffnung)
  • Eintrittspreise regulär 8 €, ermäßigt 6 €, unter 17 frei, ab 10 Pers. 7 €

Im Kunstgewerbemuseum bilden Möbelbestände der Deutschen Werkstätten einen besonderen Sammlungsschwerpunkt, der ständig erweitert und ausgebaut wird. Das im Ostflügel des Bergpalais befindliche Schaudepot gibt einen erweiterten Einblick in diesen Bestand. Die Präsentation ist nicht nach Möbeltypen gegliedert, sondern in Zeitfenster unterteilt, in denen anhand charakteristischer Objekte zeittypische Entwicklungen im Möbelbau und der Innenausstattung aus der Produktion der Deutschen Werkstätten von ihren Anfängen im Jahr 1898 bis in die 1970er Jahre veranschaulicht werden. Zu sehen sind natürlich die von Richard Riemerschmid (1868-1957) entworfenen Maschinenmöbel sowie Schränke aus dem Programm "Die wachsende Wohnung" von Bruno Paul (1874-1968) oder Teile aus der "Billigen Wohnung" des Entwerfers Gustav Adolf Schneck (1883-1971), mit denen die Deutschen Werkstätten Design-Geschichte schrieben. 

Schreibtisch Modell 154/9, Entwurf: Richard Riemerschmid Ausführung: Deutsche Werkstätten für Handwerkskunst, nach 1909, Kunstgewerbemuseum

Klassiker des DDR-Designs wie der Typensatz 602 von Franz Ehrlich (1907-1984), die MDW-Wand des Entwerferkollektivs um Rudolf Horn (*1929), der Furnierstuhl von Erich Menzel (*1910) oder der Armlehnstuhl von Selman Selmanagic (1905-1986) zeigen, dass die Deutschen Werkstätten auch nach der Zäsur des Zweiten Weltkrieges auf anspruchsvollem entwerferischen Niveau weiterarbeiteten. Anhand von Textilien, Keramiken, Messingarbeiten oder Leuchterwaren wird zudem das ganzheitliche Wohnkonzept der Deutschen Werkstätten illustriert.

leere Schrankwand

Dank der Unterstützung des Freundeskreises des Kunstgewerbemuseums Dresden e.V. konnte das Schaudepot 2014 mit dem Exponat des von Richard Riemerschmid entworfenen Sonntagsreiters um einen wichtigen Aspekt erweitert werden: Erstmals kann nun auch das Engagement der Deutschen Werkstätten im Bereich des Reformspielzeugs dargestellt werden.

Dompteur mit auf Hinterbeinen stehendem Pferd, mit beweglichen Gliedmaßen
Sonntagsreiter, Entwurf: Richard Riemerschmid, 1904 Ausführung: Dresdner Werkstätten für Handwerkskunst, Abteilung Spielsachen Zschopau, ca. 1905, Kunstgewerbemuseum

Ausstellungsliste

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