Rudolf Horn - Wohnen als offenes System

Die Ausstellung im Kunstgewerbemuseum Dresden stellt den sozial-gestalterischen Kern des Schaffens und der visionären Arbeit Rudolf Horns in den Vordergrund und lädt „Nutzer“ ein, ihre ganz persönlichen Geschichten und Erfahrungen mit der MDW-Wand zu erzählen.

  • Laufzeit 28.08.2019—03.11.2019

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Mit „Variabilität“, „Freiheit für den Nutzer“ und „der Nutzer als Finalist“ beschreibt der Designer und Hochschulprofessor Rudolf Horn (*1929 in Waldheim) die zentralen Themen seines Schaffens. Sein erfolgreichstes Produkt, das 1966/67 gemeinsam mit Eberhard Wüstner für die VEB Deutsche Werkstätten Hellerau konzipierte Montagemöbel Deutsche Werkstätten (MDW) setzte genau diese Ideen in der Praxis um. 1968 ging das variantenreiche Möbelsystem zum Selbstzusammenbauen in die Produktion. Die sogenannte MDW-Wand sollte nicht als fertiges Möbel, sondern als ein variabel-funktionales Baukastensystem den individuellen Bedürfnissen der Nutzer zur Verfügung stehen, das erst in der Wohnung Gestalt annahm. Den Erfolg bestätigte die lange Produktionszeit von nahezu 30 Jahren und die positive Resonanz der Kunden.

Die Ausstellung im Kunstgewerbemuseum Dresden stellt den sozial-gestalterischen Kern des Schaffens und der visionären Arbeit Rudolf Horns in den Vordergrund und lädt „Nutzer“ ein, ihre ganz persönlichen Geschichten und Erfahrungen mit der MDW-Wand zu erzählen. Im großen Mittelsaal im Bergpalais können die Besucherinnen und Besucher zudem in einem partizipativen Wohnlabor die Denkansätze Rudolf Horns auf interaktive Art und Weise nachempfinden. 

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