Ab 4. Mai 2020 hat das Kunstgewerbemuseum wieder regulär von 10 bis 18 Uhr geöffnet.
Innenarchitektin, Schauwerbegestalterin, Möbeldesignerin

Dora Lennartz

 * 24. Mai 1905 in Rheydt
† 18. August 1970 in Köln
Geb. Dorothea Johanna Lennartz, verh. Dorothea Schumacher-Cherlé, auch K. Dorothea Lennartz, Dorothea Schumacher, Lennartz-Cherle

Fotografie einer jungen Frau
© Bauhaus-Archiv Berlin
Porträt Margarete Leischner, 1927-1928

Dora Lennartz

Über die Herkunft von Dora Lennartz sind keine näheren Informationen bekannt.

Nach ihrer Ausbildung an der Handels- und Gewerbeschule Rheydt arbeitete Dora Lennartz als  Innenarchitektin im Richmodishaus für Kunst und Handwerk GmbH in Köln, wo sie später das Nähatelier leitete, sowie für Telkamp in Heidelberg.

Ab 1928 war sie als künstlerische Mitarbeiterin der Deutschen Werkstätten für die Gestaltung der Präsentationen, wie für die Innenarchitektur der Verkaufsräume aller Filialen und angeschlossenen Verkaufsstellen sowie für die nationalen und internationalen Sonderausstellungen verantwortlich. Darüber hinaus war sie auch mit dem Einkauf neuer Kunstgewerbeartikel betraut, um die Ausstellungen einzurichten. Für die Sonderausstellung Feste im Heim (Berlin 1932) gestaltete sie sowohl die Inszenierung der einzelnen Räume als auch die Ausstellungsgrafik und war darüber hinaus auch mit eigenen Möbelentwürfen vertreten. Für die Ausstellung neue farben und formen (Dresden 1928) war sie für die grafische Gestaltung der Einladung zuständig. Auch funktionale bis minimalistische Entwürfe von Kleinmöbeln, wie Küchen- und Dielenensembles, ein Blumentisch, ein Grammofonwagen und Satztische sind für die Deutschen Werkstätten von 1926 bis 1945 entstanden.

Nach dem 2. Weltkrieg war sie für mehrere große Einrichtungshäuser tätig, darunter für den WKS-Verbund und Telkamp. Entwürfe für Kleinmöbel für die westdeutsche Nachfolgegesellschaft der Deutschen Werkstätten lassen sich noch bis in die 1950er Jahre nachweisen.

1933 heiratete sie in Dresden den Künstler Albert Schumacher-Cherlé, der sie bei den Entwürfen für die Deutschen Werkstätten unterstützte und dieselben auch in Werbefragen beriet.

Zwischen 1936 bis 1965 zog das Paar mehrmals um, Dora Lennartz verstarb ein Jahr nach ihrem Mann in Köln.

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